Projekt Indien
Behindertenheim in Indien muss Staudamm weichen
1972 kamen die Kamillianerinnen auf Einladung eines Bischofs nach Kerala. Hier, in einer völlig abgelegen Gegend, mitten im Urwald, sollten sie ein karitatives Werk für die arme Landbevölkerung aufbauen.
Die Schwestern begannen in Kuttiyamvayal in der Region Thariode mit einer Apotheke und einer Krankenstation.
Ein weiterer Schwerpunkt wurde die Sorge für Frauen und Mütter. Sie brachten ihnen Grundbegriffe der Hygiene bei und versuchten die Wichtigkeit einer schulischen Bildung für ihre Kinder zu vermitteln.
Dann wurdre ausgerechnet in diesem abgelegenen Erdenwinkel ein Stausee angelegt. Die Bevölkerung wurde abgesiedelt: das Urwaldhospital verlor seine Patienten. Auch bisher konnte der Betrieb vor allem während der Regenzeit aufgrund der unbefestigten Wege nur mühsam aufrecht erhalten werden.
Arm und auch noch behindert
In dieser Situation wurden die Ordensschwestern auf eine andere Not aufmerksam: das Schicksal der behinderten Kinder. Unter armseligen Bedingungen vegetieren sie dahin. Die Eltern waren hilflos. Es gab keine fachgerechte Betreuung, keine medizinische Rehabilitation, keine schulische Fördeung. Am schlimmsten dran waren die geistig behinderten Kinder. Sie stießen auf völlige Ablehnung. Weder die Familie noch die Gesellschaft konnte mit ihnen etwas anfangen.
Mit viel Mut, Gottvertrauen und der Hilfe von Menschen guten Willens haben die Kamillianerinnen für die ärmsten der Armen 1992 die “Pater Tezza Sonderschule für geistig behinderte Kinder und Jugendliche” eingerichtet. Zurzeit leben hier 60 Behinderte im Alter von eineinhalb bis dreizig Jahren. Die meisten sind schwerstbehindert; sie brauchen Tag und Nacht Hilfe.
Fördern wo es nur geht
Das Angebot der Schwestern ist beeindruckend. Es reicht von Physiotherapie und sprachlicher Förderung über Singen, Tanzen, Sport und Spiel bis zum familien- und gesellschafts- orientierten Training. Die Kinder sollen lernen, ihr Schicksal anzunehmen um mit ihren Möglichkeiten ein gelingendes Leben zu führen. Lernen müssen aber auch die Eltern, nämlich das tatsächliche Entwicklungsniveau ihrer Kinder anzunehmen. Und schließlich muss die Gesellschaft lernen, die Kinder in ihrem Sozialleben zu akzeptieren.
Krankmachende Fluten
Nun stehen die Schwestern vor einem großen Problem. Die steigenden Wasser des Stausees kommen den Mauern des Hauses bedrohlich nahe. In der Monsunzeit steht das Wasser sogar schon im Hof. Die Mauer zerfällt; die Feuchtigkeit steigt in die Wände und macht die Kinder krank. Viele leiden unter Lungenkrankheiten und Asthma.
Die Infrastruktur zerfällt, die Natur erobert das Land zuück. Das bringt neue Bedrohungen mit sich wie Angriffe von “wilden” Tieren wie Elefanten, Affen und Schlangen.
Da die Kinder hier nicht länger gesund und in Sicherheit leben können, bleibt den Ordensfrauen nichts anderes übrig, als mit dem Behindertenheim umzuziehen.
In der Nähe der Stadt Mananthayady, in Kuzihinilam, gibt es ein geeignetes Grundstück. Die Menschen dort sind voller Begeisterung , dass die Kamillianerinnen kommen und wollen nach Kräften beim Bau des neuen Heimes helfen.

Die ersehnte Schule
Aber auch die Menschen in Kuzhinilam sind nur arme Bauern; im Ort im Ort gibt es nicht einmal eine Grund- oder Hauptschule.
Für die laufenden Kosten hofft man auf finanzielle Zuschüsse vom Staat, der inzwischen auch Interesse an der Schulung von Behinderten zeigt. Ebenfalls beitragen sollen Gewinne aus dem Anbau von Tee und Kautschukbäumen.
Doch für die Finanzierung des Neubaus sind die Schwestern auf großzügige Spenden angewiesen. Sie erhoffen auch unsere Hilfe!!
Liebe Freundinnen und Freunde!
Die” Töchter des heiligen Kamillus” sind mit ihren rund 200 Schwestern in Indien vielfach engagiert. Sie arbeitenin der Rehabilitation und der Pflege von Lepra- und Aidskranken. Sie unterhalten Krankenhäuser und Heime für alte Menschen.
Helfen Sie mit durch Ihre Spende!!
Spendenkonto: 013028188
Töchter des hl. Kamillus
Sparkasse Neuwied, Zweigstelle Asbach
BLZ.: 57450120 Kennwort: Indien

